Kategorie: Presseartikel
Gedenkveranstaltung für Franz Jägerstätter
Berlin Online, 26. Juni 2013 - Charlottenburg - Kiezkultur
Am Zaun des ehemaligen Reichskriegsgerichts wurde am 4. Juli 1997 eine Bronzetafel mit einem Text in deutsch und englisch für den österreichischen katholischen Landwirt und Pazifisten Franz Jägerstätter enthüllt. Er wurde im Reichskriegsgericht am 6. Juli 1943 wegen Kriegsdienstverweigerung zum Tode verurteilt und am 9. August 1943 im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet. Die Tafel konnte erst nach einigen Auseinandersetzungen und nach der Aufhebung des Todesurteils durch das Berliner Landesgericht angebracht werden. Gegenüber der Gedenktafel für Franz Jägerstätter befindet sich ein Verkehrsspiegel, der auf das Mahnmal "Denkzeichen zur Erinnerung an die Ermordeten der NS-Militärjustiz am Murellenberg" verweist. Der in Deutschland wenig bekannte Franz Jägerstätter wurde 2007 auf Anregung seiner Heimatdiözese Linz von der katholischen Kirche selig gesprochen. In der amerikanischen Friedensbewegung ist er ein wichtiges Vorbild wie Martin Luther King und Mahatma Gandhi. Die Gedenktafel enthält folgenden Text:
IN DIESEM GEBÄUDE WURDE DER ÖSTERREICHISCHE BAUER FRANZ JÄGERSTÄTTER (1907 - 1943) VOM EHEMALIGEN REICHSKRIEGSGERICHT WEGEN SEINER GEWISSENSENTSCHEIDUNG GEGEN EINE KRIEGSTEILNAHME AM 6. JULI 1943 ZUM TOD VERURTEILT. MIT IHM GEDENKEN WIR ALL JENER, DIE WEGEN EINER GEWISSENSENTSCHEIDUNG OPFER VON KRIEGSGERICHTEN WURDEN.
Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr.
Wann?
06.07.2013
Wo?
ehemaliges Reichskriegsgericht
Witzlebenstraße 4
14057 Berlin-Charlottenburg
Quelle: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

