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25.06.2013 07:00 Alter: 3 Jahre
Kategorie: Presseartikel
Von: Moritz Schnell

Stück geht unter die Haut

NÖN, 25. Juni 2013 - „Jägerstätter“-Premiere in Wien / „Jägerstätter“, ein großes und wichtiges Theaterstück von Felix Mitterer, feierte umjubelte Premiere in Wien. Ab 3. Juli ist das Stück in Haag zu sehen.


STADT HAAG / Das von Felix Mitterer geschriebene Werk „Jägerstätter“ setzt sich in beeindruckender und berührender Art und Weise mit dem Leben des Wehrdienstverweigerers Franz Jägerstätter aus dem Innviertel auseinander. Mitterer lässt Jägerstätter, der großartig von Gregor Bloéb verkörpert wird, keineswegs als bigotten und verbohrten „Betbruder“ erscheinen, sondern zeigt einen lebensfrohen, liebenden und charakterstarken Bauern.

Beeindruckend und gefühlvoll wird die Rolle der Franziska Jägerstätter von Gerti Drassl gespielt. Als sich alle von Franz Jägerstätter abwenden, ist sie die Einzige, die zu ihrem Mann steht und zu ihm hält.

Bei Drassl und Bloéb merkt man, dass sie hier nicht nur eine Rolle spielen, sondern dass sie vielmehr eins geworden sind mit den Menschen, die sie auf der Bühne darstellen. So entwickelt sich ein, in jeder Hinsicht, glaubwürdiges Stück, welches auch die große Liebesgeschichte zwischen Franz und Franziska zu zeigen vermag.

Regisseurin Stephanie Mohr ist mit ihrer Inszenierung ein Stück gelungen, welches unter die Haut geht, manchmal sogar lustig ist und in vielen Szenen die Augen feucht werden lässt. Hervorragend lässt sie das gesamte Ensemble die ganze Zeit über auf der Bühne stehen und der „Chor“ stellt einmal die Dorfgemeinschaft, die Arbeiter im Eisenerzer Hochofen oder das Militär dar. Eine geschlossen starke und beeindruckende Leistung aller Darsteller.

Ein Stück, auf das sich das Haager Publikum freuen darf. In jedem Fall geht man mit einem Gedanken reicher aus dem Theater wieder hinaus. Die Premiere in Haag findet am Mittwoch, 3. Juli, statt, gespielt wird bis 9. August, dem 70. Todestag von Franz Jägerstätter.

Umjubelt, von Kritikern wie Besuchern: „Jägerstätter“ von Felix Miterer. Am Bild: Franz Jägerstätter (hervorragend gespielt von Gregor Bloéb) mit Ehefrau Franziska (Gerti Drassl), die am Ende als Einzige noch zu ihm hält.