21 Spielorte präsentieren „Theaterfest"
ORF NÖ, 3. Mai 2013 - „Ganz Niederösterreich ist Bühne!": Von 16. Juni bis 7. September präsentieren die 21 Festspielorte des „Theaterfest Niederösterreich" Oper, Schauspiel, Musical und Operette. Das detaillierte Programm wurde am Donnerstagabend vorgestellt.

„Monte Christo" in Melk. Foto: graphic-art.at

Foto: Anne Stoecher

„Der Verschwender" in Gutenstein.

„Xanadu" in Amstetten. Foto: Gerhard Sengstschmid

„Die lustigen Weiber von Windsor" in Klostemeuburg. Foto: Marcel Gonzalez Ortiz
„Von 16. Juni bis 7. September bieten die 21 Spielorte Festspielvielfalt Ober alle Genres, on beschwingten Komödien, opulenten Musicals, hochkarätigen Opern und Operetten bis zum Tragödienklassiker. Romantische Schlösser und Burgen, prächtige Theaterhäuser und stimmungsvolle Open Air-Bühnen werden zu Spielstätten für Niederösterreichischen Kulturgenuss", kann man auf der Website des „Theaterfest Niederösterreich" lesen.
Ein Land wird im Sommer zur Bühne
„Die Bühnen des Theaterfest Niederösterreich bieten höchste künstlerische Qualität und ein Topservice. Wir freuen uns auf einen spannenden Theatersommer mit zahlreichen Premieren im ganzen Land", so Werner Auer, der Vorsitzende des „Theaterfest Niederösterreich"".
Von Nestroy bis Gogol, von Mitterer bis Raimund
Den Auftakt im Bereich Sprechtheater macht am 16. Juni der Kultursommer Laxenburg. Die rasante Verwechslungskomödie „Eine Nacht in Venedig" verwandelt den romantischen Innenhof der Franzensburg in eine venezianische Piazza. Mit Blick auf die beeindruckende Kulisse des Stift Melk bereitet ab 19. Juni „Monte Christo" bei den Sommerspielen Melk seine Rache vor.
Ab 20. Juni zeigt das Stadttheater Berndorf die Wiederaufnahme des Vorjahres-Erfolges „Ein ungleiches Paar", eine beschwingte Komödie mit Nina Hartmann und Elke Winkens. Die Nestroy-Spiele Schwechat bringen ab 22. Juni mit „Die beiden Herrn Söhne" eine Wiederentdeckung des bissigen Satirikers Johann Nestroy auf die Bühne.
Unter dem neuen Intendanten Zeno Stanek widmen sich die Festspiele Stockerau ab dieser Saison dem Sprechtheater, den Beginn macht im heurigen Sommer „Der Besuch der alten Dame", Premiere ist am 25. Juni. Eine Uraufführung eines Textes von Felix Mitterer bietet der Theatersommer Haag ab 3. Juli mit dem auf realen Begebenheiten basierenden Stück „Jägerstätter".
Um die höchst aktuellen Themen Bestechung, Korruption und Denunziation geht es in der Komödie „Der Revisor" der Sommerspiele Perchtoldsdorf, ebenfalls ab 3. Juli. Shakespeare auf der Rosenburg feiert das zehnjährige Jubiläum mit „Falstaff' nach William Shakespeare, die Premiere ist am 5. Juli.
Die Festspiele Gutenstein feiern ab 18. Juli unter der Leitung der neuen Intendantin Isabella Gregor ihr 2Q jähriges Jubiläum mit dem Raimund-Klassiker „Der Verschwender". In „Komtesse Mizzi" des Thalhof Reichenau erwacht ebenfalls ab 18. Juli das Lebensgefühl der Doppelmonarchie wieder zum Leben.
Im stimmungsvollen Teisenhoferhof feiern am 24. Juli die Wachaufestspiele Weißenkirchen die Premiere der musikalischen Komödie „Die unteren Zehntausend". Ab 27. Juli präsentiert die Bühne Baden in der Sommerarena „Einen Jux will er sich machen" von Johann Nestroy.
Das Herrenseetheater Litschau startet am 1. August mit der neuen Intendantin Margit Mezgolich in die Sommersaison. Sie bearbeitet und inszeniert John Steinbecks „Von Mäusen und Menschen". Die fantastischen Abenteuer des Peer Gynt kommen ab 11. August unter dem Titel „Peer, du lügst" als Stationentheater vom Theater im Bunker Mödling im unterirdischen Stollensystem zur Aufführung.
Eine musikalische Zeitreise
Fünf Bühnen des „Theaterfest Niederösterreich" bieten diesen Sommer musikalische Unterhaltung. Die Sommerspiele Melk präsentieren ab 4. Juli mit der Revue „I Want lt All" eine musikalische Zeitreise durch drei Jahrzehnte. Den 1980-em, Legwarmers und dem Sound des Electric Light Orchestra widmet sich der Musical Sommer Amstetten mit „Xanadu", Premiere ist am 17. Juli. Der Filmhof Wein4tel Asparn verwandelt sich ab 23. Juli in eine mittelalterliche Spielstätte mit der Musikkomödie „Der Hofnarr".
In der Felsenbühne Staatz kommt ab 26. Juli erstmals das Disney-Erfolgsmusical „Die Schöne und das Biest" in einer aufwändigen Open-Air-Inszenierung zur Aufführung. Die Rock-Oper „Jesus Christ Superstar" macht ab 10. August Station im Stadttheater der Bühne Baden.
Opernarien und Operettenmelodien
Auch in den Sparten Oper und Operette bieten die Bühnen des „Theaterfest Niederösterreich" einiges: Die Bühne Baden bringt die Operetten „Die schöne Helena" (ab 21. Juni) sowie „Der Opernball" (ab 12. Juli) in der Sommerarena zur Aufführung. Das Festival Retz zeigt mit Benjamin Brittens Oper „Der verlorene Sohn" ab 4. Juli den dritten Teil der Parables for Church Performance in der Stadtpfarrkirche St. Stephan in Retz.
Mit „Die lustigen Weiber on Windsor' steht ab 6. Juli ein musikalisches Meisterwerk an Witz und Esprit am Spielplan der operklosterneuburg. Opern Air Gars am Kamp bringt ab 19. Juli mit „Der Barbier on Sevilla" eine der berühmtesten Rossini-Opem in die romantische Burgarena. Mit der Strauß-Operette „Wiener Blut" feiert der neue Intendant der Schlossfestspiele Langenlois, Andreas Stoehr, am 25. Juli seinen Einstand.
Theaterfest: Pröll spricht von Langzeitinvestition
Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) hob bei der Programmpräsentation heRor, dass der Kulturtourismus mit dem Theaterfest eine Langzeitinvestition sei, die die Wirtschaft in den Regionen ankurble: „Natürlich muss man dann, wenn man eine effiziente Kulturpolitik betreiben will schon sehen, dass man Geld investieren muss, aber es verzinst sich in vielfacher Form." Für jeden im Theaterfest eingesetzten Euro rechnet Pröll eine Vervierfachung für die Wertschöpfung in der Region vor.
Im Vorjahr wurden beim „Theaterfest Niederösterreich" 220.000 Besucher verzeichnet. Die durchschnittliche Auslastung an den 23 Spielarten lag bei 88 Prozent. Nur acht on insgesamt 506 Vorstellungen mussten wetterbedingt abgesagt werden. An acht Standorten wurden 17 Zusatztermine eingeschoben.
Insgesamt hatte das Theaterfest im vergangenen Jahr Produktionskosten von 10,2 Millionen Euro, durch Kartenverkäufe wurden acht Millionen Euro eingespielt, das Land Niederösterreich stellte 2,55 Millionen Euro zur Verfügung, wie bei der Bilanz 2012 präsentiert wurde - mehr dazu in Theaterfest: Wenig junge Besucher

