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20.06.2013 12:53 Alter: 3 Jahre
Kategorie: Presseartikel

Großer Erfolg für „Jägerstätter“-Uraufführung in der Josefstadt

Tiroler Tageszeitung, 20. Juni 2013 -


Wien (APA) - Zu einem großen Erfolg wurde heute, Donnerstag, Abend die Uraufführung von Felix Mitterers „Jägerstätter“-Stück im Theater in der Josefstadt. Das Drama zeichnet das Leben des Innviertler Bauern Franz Jägerstätter nach, der am 9. August 1943 als Kriegsdienstverweigerer hingerichtet wurde. Gregor Bloéb überzeugt in der Titelrolle als naiver, herzensguter, doch sturer Querkopf, der, angeleitet durch einen reinen Glauben, seine Überzeugungen auch gegen die Obrigkeit zu verteidigen bereit ist und dafür in den Tod geht. Ihm zur Seite steht eine berührende Gerti Drassl als Jägerstätters Frau Franziska, die in jeder Hinsicht Stärke beweist und ihren Mann seinen Weg gehen lässt, obwohl ihr das Herz bricht.

Regisseurin Stephanie Mohr hält sich - vom Chor der Dorfbewohner bis zur Darstellung von Jägerstätters Töchtern als Puppen - nahezu lückenlos an die Vorgaben des Autors, hebt das Geschehen geschickt aus jedem Naturalismus heraus, belässt es aber in ländlichem Milieu: Die Bühne von Miriam Busch ist ein mit Holzwänden verkleideter Raum, in dem Jagdtrophäen und Abreißkalender für Farbtupfen sorgen. In diesem Ambiente geht der in eine Leidensgeschichte mündende Gewissenskampf über die Bühne, ohne je pathetisch zu werden. Am Ende der zweieinhalbstündigen Aufführung, der auch enge Verwandte des 2007 seliggesprochenen Widerstandskämpfers beiwohnten, gab es langen, kräftigen Applaus, Jubel um die beiden Hauptdarsteller und den Autor - und so manche Träne.

Während das Stück in der Josefstadt erst wieder ab 14. September zu sehen sein wird, steht „Jägerstätter“ von 3. Juli bis 9. August bei dem von Gregor Bloeb geleiteten Theatersommer der Stadt Haag auf dem Spielplan.